Evangelische Kirche Orlen

Die kleine Orlener Kirche auf dem Kirchköppel bildet schon seit vielen Jahrhunderten den Dorfmittelpunkt. Noch im Jahr 1898, als im Chor der Kirche eine neue große Orgel eingebaut wurde, befand sich der Orlener Friedhof auf dem Gelände, das die Kirche umgibt. Diese Kirche ist das älteste romanische Gotteshaus im Dekanat. Ursprünge liegen im 12. Jahrhundert, als man eine Marienkapelle aus dem Holz aufgegebener Dörfer der Umgebung errichtete. 1536 wurde die Marienkapelle zum evangelischen Gotteshaus umgewidmet.

Die Kirche hat eine bewegte Geschichte mit zahlreichen Umbauten und Renovierungen hinter sich.

So wurde 1615 eine Empore eingebaut, um mehr Platz für die zahlreichen Gottesdienstbesucher zu schaffen, (Orlen hatte zu der Zeit 120 Einwohner). Dieser Einbau wurde durch Spenden und die tätige Mitwirkung der Orlener Gemeindebürger ermöglicht. Im 30-jährigen Krieg (1618 – 1648) diente das Kirchlein u.a. als Pferdestall und Köhlerhütte.

Im Rahmen einer umfassenden Innen- und Außenrenovierung der Kirche im Jahr 1964 wurde die große Orgel durch ein Harmonium ersetzt. In diesem Jahr fand auch die Elektrifizierung der Läutevorrichtung statt, so dass die Glocken nicht mehr von Hand geläutet werden mussten.

In den 80er Jahren wurde der Innenraum der Kirche - insbesondere der romanische Chorbogen – mit den historisch-kunstgerechten Farbtönen Grau und Rotbraun neu gestaltet. In diese Zeit fällt auch der Einbau der Butzenscheiben-Chorfenster mit Motiven aus dem neuen Testament, die von den Geschwistern Degen gestaltet und von der Firma Derix ausgeführt wurden.

Im Jahre 2010 wurde eine Truhenorgel angeschafft. Diese stammt aus der Stiftskirche St. Arnual in Saarbrücken. In den folgenden Jahren entstand ein behindertengerechter Zugang zur Kirche vor dem Glockenhäuschen und das gesamten Dach wurde erneuert. Eine großzügige Spende der Frauenhilfe ermöglichte die Anschaffung neuer liturgischer Geräte, die von der Rheingauer Keramikerin Gudrun Vogel gestaltet wurden.

Einmalig ist wohl das neue Auferstehungsfenster, das 2023 im Altarraum eingebaut wurde. Es wurde gegen ein Fenster mit einem Karfreitagsmotiv ausgetauscht.Der Entwurf stammt von dem Wiesbadener Künstler Eberhard Münch, die Ausführung und der Einbau wurden von der weltbekannten Taunussteiner Firma Derix vorgenommen. Die lange geplante Anschaffung war nur möglich durch die großzügige Spende einer ortsansässigen Stifterin zum Dank für die Genesung ihres Patensohnes von einer schweren Coronaerkrankung. Seit diesem Jahr kann die Orlener Gemeinde auch mit ihrem neuen Geschirr, getöpfert von der Neuhofer Keramikerin Rita Wollner, das Abendmahl feiern.

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